Drucken
 

Schulchronik

Schulchronik.jpg

 

Die Entstehung unserer Schule ist nicht exakt datierbar. Erstmals wird sie schon im Jahre 1548 als Küsterschule in Norby erwähnt. 1853 fiel das damalige Schulgebäude einem Feuer zum Opfer. Ein Jahr später wurde das neue Schulgebäude – heute Apotheke (s. Foto) – in Rieseby errichtet.

 

Die damals zweiklassige Schule, in der auch schon die Sönderbyer Kinder beschult wurden, wuchs dann allmählich zu einer fünfklassigen heran. Deshalb musste 1928 durch eine Aufstockung mehr Klassenraum geschaffen werden. Das ursprüngliche Schulgebäude wurde dann bis zu seinem Verkauf 1983 äußerlich nicht mehr verändert. 1939 kam die Turnhalle – unser heutiger Musikraum – hinzu.

 

Durch den hohen Anteil von Flüchtlingskindern nach 1945 wuchs die Zahl der Schüler auf weit über 500 in 10 Klassen – eine schier unlösbare Aufgabe für die Lehrkräfte.

 

Dann sank die Schülerzahl allmählich. Dennoch wurde 1951 mit einem Neubau begonnen, der 1953 in seinem Untergeschoss bezogen wurde. Die Schülerzahl stabilisierte sich um 200, verteilt auf acht bis neun Klassen. Von 1950 bis 1959 gab es einen Aufbauzug an unserer Schule, der in dem damaligen „Neubau“ unterkam.

 

1966 gab es eine entscheidende strukturelle Veränderung. Die Schulen in Bohnert und Zimmert wurden aufgelöst und schlossen sich Rieseby an. Bohnert, damals noch eigenständige Gemeinde, schloss sich der Schulträgerschaft an: Die Dörfergemeinschaftsschule Rieseby-Bohnert entstand. Seit 1974 schickte auch die Gemeinde Loose ihre Hauptschüler als Gastschüler nach Rieseby.

 

Unsere Schule entwickelte sich zeitgemäß weiter. Eine Vorklasse wurde eingerichtet, ein Lehrschwimmbecken gebaut, ein großzügiger Anbau 1975 errichtet. Der Flachbau verbindet das Gebäude von 1953 mit der damaligen Turnhalle.

 

Wenig später wurde der Bau einer großen Sporthalle angeregt, bald in Angriff genommen und schon 1981 eingeweiht. Damit nicht genug: Der neue Klassentrakt mit einem zeitgemäßen Physikraum konnte nur durch den Verkauf des historischen Gebäudes finanziert werden. Im Dezember 1983 wurde der neue Trakt eingeweiht.

 

Der Schulträger beschloss im Jahre 1992 den Neubau eines Traktes mit zeitgemäßen Fachräumen wie Lehrküche, Kunstraum, Werkraum und Computerraum. So konnte der Schulverband im entscheidenden Augenblick – die Diskussion um das Überleben der Hauptschulen auf dem Lande hatte seit 1995 intensiv eingesetzt – die genehmigten Pläne in die Tat umsetzen. Die Entscheidung Kiels für den Hauptschulstandort fiel zugunsten von Rieseby aus. Der Neubau wurde 1996 begonnen und im Herbst 1997 eingeweiht, das inzwischen marode Lehrschwimmbecken dabei gänzlich begraben. Kurz danach wurde das Dachgeschoss des „Altbaus“ komplett saniert. Damit entstanden drei zusätzliche Klassenräume.

 

Im Jahre 2006 konnte durch den Neubau des Lehrerzimmers der Verwaltungstrakt der Schule neu und räumlich komfortabler gestaltet werden.

 

Im Jahre 2007 änderte sich das Schulgesetz. Dies hatte zur Folge, dass Rieseby als Sekundarstufenstandort nicht gehalten werden konnte. Unsere Hauptschule lief aus. Seit Beginn des Schuljahres 2012/2013 sind wir eine reine Grundschule mit dem neuen Namen SCHLEiSCHULE.

 

2012 gab es erneut umfangreiche Umbaumaßnahmen, um als Grundschule bestmögliche Raumbedingungen anbieten zu können. In einem Teil der Räume, die bisher von der Schule genutzt wurden, wurde der Kindergarten in der Schule komplett modernisiert und erheblich erweitert. Im Gegenzug wurde die "Kinderstube", bisher getragen von der Ev. Kirchengemeinde, aufgelöst und in die neue erweiterte Kindertagesstätte der Gemeinde Rieseby (zugleich Schulträger) überführt. Unsere Grundschülerinnen und -schüler finden jetzt ein großzügiges Raumangebot vor. Jeweils zwei Räume wurden miteinander verbunden und stehen den Klassenstufen für differenzierten Unterricht, der auch parallel mit zwei Lehrkräften oder mit Unterstützung der Schulassistentin durchgeführt werden kann, zur Verfügung.

 

Seit Beginn des Schuljahres 2016/2017 ist die Schleischule Rieseby eine Offene Ganztagsschule.